Bekanntmachung

24. Feb 2021

Informationen über die Meldung von offenen Feuern im Freien bei der Stadt Bad Staffelstein; Ist eine Anmeldung notwendig?

Da immer wieder Unklarheiten bestehen, ob und in welchen Fällen (z.B. auch nach Naturschutzrecht) Meldungen von offenen Feuern an die Stadt Bad Staffelstein zu erfolgen haben, dürfen wir Ihnen nachstehende Ausführungen machen:

Die Integrierte Leitstelle Coburg erfasst keine Meldungen mehr von den angemeldeten Feuern im Freien.

Dies wird dadurch begründet, dass es auch bei vorliegenden Anmeldungen von den Disponenten nahezu nie genau abgrenzbar war, ob es sich tatsächlich um das angemeldete Feuer handelt. Schon aus Sicherheitsgründen wurden dann Erkundungsmaßnahmen veranlasst.

Grundsätzliche Regelungen zu Feuerstätten im Freien enthält außerdem § 4 der Verordnung über die Verhütung von Bränden (VVB). Demnach besteht keine explizite Anmeldepflicht bei der Gemeinde bzw. Stadtverwaltung.

Zukünftig wird die Stadt Bad Staffelstein wie bisher Ihre Feuermeldungen entgegennehmen und an die örtliche Polizeistation weiterleiten.

Jedoch wollen wir nochmals betonen, dass ein offenes Feuer nicht anzeigepflichtig ist, wenn die folgenden Voraussetzungen erfüllt sind:

  • mindestens 100 Meter von einem Wald (Art. 17 Abs. 1 BayWaldG)
  • mindestens 100 Meter von leicht entzündbaren Stoffen (§ 3 Abs. 2 Satz 2 VVB)
  • mindestens fünf Meter von Gebäuden aus brennbaren Stoffen, vom Dachvorsprung ab gemessen (§ 3 Abs. 2 Satz 2 VVB)
  • mindestens fünf Meter von sonstigen brennbaren Stoffen (§ 3 Abs. 2 Satz 2 VVB)

Bei geringeren Entfernungen von einem Wald ist eine Erlaubnis der unteren Forstbehörde (Amt für Landwirtschaft und Forsten) gemäß Art. 17 Abs. 1, Art. 39 und 42 BayWaldG, bei geringeren Entfernungen von leicht entzündbaren Stoffen, Gebäuden aus brennbaren Stoffen und sonstigen brennbaren Stoffen eine Ausnahme der Gemeinde (§ 25 VVB) erforderlich. Auch bei erlaubtem Feuer sollten folgende Bestimmungen beachtet werden:

Ganz allgemein gilt: Für die Umgebung dürfen keine Brandgefahren entstehen können (§ 3 Abs. 2 Satz 1 VVB).

Vor dem Feuermachen sollten Sie sich daher immer über die aktuelle Wetterlage in Bezug auf eine mögliche Waldbrandgefahr erkundigen; einen Internetlink finden Sie beispielsweise unter http://www.dwd.de/waldbrand .

Sobald die Waldbrandstufe 4 gilt, ist jegliche Art von offenem Feuer - auch in bestehenden Stellen - verboten. Das gilt auch für Lagerfeuer auf privaten Grundstücken.

Weiterhin gelten folgende allgemeine Regelungen:

  • Als Brennstoff darf nur Grillkohle oder unbehandeltes Holz – keine Altöle, Altreifen oder Kunststoffe (§ 61 Abs. 1 Nr. 2 KrW-/ AbfG)! – verwendet werden.
  • Das Feuer ist ständig durch eine den Umständen entsprechende genügende Anzahl von Personen in ausreichender Nähe unter Aufsicht zu halten (§ 3 Abs. 2 Satz 3 VVB). Für Lagerfeuer im Freien bei Nacht ist eine Ausnahme der Gemeinde (§ 25 VVB) erforderlich.
  • Bei starkem Wind ist das Feuer zu löschen (§ 3 Abs. 2 Satz 4 VVB).
  • Beim Verlassen müssen Feuer und Glut erloschen sein (§ 3 Abs. 2 Satz 5 VVB). Übrig gebliebenes Brennmaterial ist wieder mitzunehmen und ordnungsgemäß zu entsorgen (Art. 38 Abs. 1 BayNatSchG).

Wer gegen die naturschutz-, forst-, jagd-, wasser-, abfallrechtlichen oder Brandschutzbestimmungen oder die Erlaubnispflicht bei Zeltlagern verstößt, handelt ordnungswidrig und kann mit Geldbuße belegt werden.

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