Museum Kloster Banz

Das Museum Kloster Banz setzt sich aus drei Abteilungen zusammen:

Die Geschichte von Kloster Banz

Bildbeschreibung

Das Kloster Banz wurde um 1070 gegründet. Nach der Auflösung 1803 durch den Kurfürst von Bayern wurden die Kunstschätze und die umfangreiche Bibliothek der Benediktiner zum größten Teil versteigert und somit in alle Winde verstreut. Seine Blütezeit erlebte Banz im 18. Jahrhundert. Zwischen 1803 und 1814 war es Sitz eines Landgerichts und Rentamts. Eine glanzvergoldete Prunkkonsoluhr, die der ehemalige Amtmann Benedikt Geiger während seiner Amtszeit in Banz (1803–) erworben hatte, konnte 2009 nach sechs Generationen im Familienbesitz wieder von der Stadt Bad Staffelstein zurückgekauft werden und ist nun fester Bestandteil des Museums. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die Zeit ab dem 18. Jahrhundert bis zur heutigen Nutzung durch die Hanns-Seidel-Stiftung.

Die Petrefaktensammlung

Bildbeschreibung

Die Petrefaktensammlung (Fossiliensammlung) wurde zwischen 1814 und 1857 geschaffen und blieb seitdem weitgehend unverändert. Die Gründer dieser Sammlung waren der Jurist Carl Theodori (1788–) und der katholische Geistliche Augustin Geyer (1774–).
Die Banzer Sammlung gehört zu den ältesten paläontologischen Sammlungen in Bayern und dokumentiert durch zahlreiche Exponate die Lebensformen in der Zeit vor rund 200 Millionen Jahren (Lias), als die Region um Banz noch von einem Meer bedeckt war.
Bei den Funden, die ausschließlich aus der Umgebung von Banz stammen, handelt es sich überwiegend um Meerestiere wie Tintenfische, Belemniten, Ammoniten und Meereskrokodile. Zu den spektakulärsten Stücken zählt das 2,10 m lange, versteinerte Skelett eines Fischsaurierschädels.

Die Orientalische Sammlung

Bildbeschreibung

Herzog Wilhelm in Bayern erwarb Banz 1814 als Sommerresidenz und übergab es 1834 seinem Enkel Herzog Maximilian in Bayern, dem Vater von Elisabeth (Sissi), der späteren Gemahlin von Kaiser Josef I. 1838 unternahm Herzog Maximilian eine mehrmonatige Reise in den Orient. Auf seiner Reise sammelte er eine stattliche Anzahl an Reiseandenken, die er nach Banz bringen ließ und sich dort ein Kuriositätenkabinett im orientalischen Stil einrichtete. Diese Sammlung ist heute als Orientalische Sammlung im Museum der Öffentlichkeit zugängig. Zu den Attraktionen gehören neben altägyptischen Objekten, wie Grabbeigaben und einer Mumie, auch Gesteinsproben und selbsterlegte Tiere, wie z.B. ein ca. 4 Meter langes Nilkrokodil, sowie ethnografische Gegenstände.

Öffnungszeiten:
März und November (bis einsch.14.11.): 10.00 bis 16.00 Uhr
April bis Oktober:                                    10.00 bis 17.00 Uhr
Montags geschlossen (außer Oster- und Pfingstmontag)

Von 15. November bis Februar für vorangemeldete Gruppen geöffnet.

Eintrittspreise:
Erwachsene                                     2,50 Euro
Studenten, Schwerbehinderte und
Gruppen ab 10 Personen:               2,00 Euro
Schüler                                            1,50 Euro
Kinder unter 6 Jahre kostenlos
Führung ab 10 Personen nach
Vereinbarung (pro Person)             4,00 Euro

Museumspädagogisches Programm
für Schulklassen und Kindergärten
nach Vereinbarung (pro Kind)        2,00 Euro

Auskünfte:
Museum Kloster Banz
Kloster Banz
96231 Bad Staffelstein , Tel. 09573 337-44
 


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