Museum
In einem der ältesten Museen der Region wird seit der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts alles gesammelt, was mit der Staffelsteiner Geschichte und dem Staffelberg zusammen hängt. In der Neuarrangierung von 1990 ist die Historie in übersichtliche Schwerpunktthemen aufgegliedert.Öffnungszeiten
April – Oktober
Dienstag-Freitag: 10-12 Uhr u. 14-17 Uhr
Samstag-Sonntag 14-17 Uhr
Montag geschlossen
November – März
Dienstag 14-17 Uhr
Samstag 14-16 Uhr
Sie finden uns in der Kirchgasse 16, neben der Pfarrkirche St. Kilian
Kontakt:
Tel. 09573 331030
Fax: 09573 4170
museum@bad-staffelstein.de
Eintrittspreise:
Erwachsene: 1,50 €, mit Gästekarte: 1,00 €
Gruppen ab 10 Personen: 1,00 €
Jugendlicher bis 16 Jahre: 1,00 €
Rentner: 1,00 €
Kinder bis 10 Jahre: 0,50 €
Schulklassen pro Pers.: 0,50 €
Die Adam-Riese-Stadt widmet ihrem berühmtesten Sohn eine eigene Abteilung:
Der deutsche Rechenmeister, Zeitzeuge von Martin Behaim, Albrecht Dürer, Martin Luther und Hans Sachs, wurde 1492 in Staffelstein geboren. 1518 in Erfurt sesshaft geworden, verfasste er das 1. und 2. Rechenbuch. 1522 übersiedelte er nach Annaberg im Erzgebirge. Dort vollendete er die Arbeit an der „Coß“, seinem mathematischen Tagebuch. 1550 erschien das 3. Rechenbuch, die Practica. Adam Ries(e) starb am 31. März 1559 in Annaberg. Er trug die Rechenkunst ins Volk. Mit dem Satz „Das macht nach Adam Riese ...“ ist der Rechenmeister in unserem Gedächtnis geblieben. Ausgestellt sind seine Rechenbücher sowie handschriftliche Dokumente.
Vor- und frühgeschichtliche Funde geben Zeugnis einer frühen Besiedlung des Staffelberges. Bereits 5.000 v. Chr. besiedelt, erlangte der Felsvorsprung in den vorchristlichen Jahrhunderten seine volle Blüte. Die Exponate vermitteln, wie die Kelten gewohnt und gelebt haben.
Die Entwicklung der Stadt und der noch im 19. Jahrhundert erhaltenen historischen Stadtmauer wird im Modell gezeigt. Eine Zeittafel nennt die wichtigsten Epochen, Ausstellungsstücke, wie die Urkunde der Verleihung der Markt-, Bann- und Zollgerechtigkeit von 1130 durch Kaiser Lothar III., die Gerichtsbarkeitskarte von 1504, die Stadtfahne von 1681 sind Belege der Geschichtsträchtigkeit von Staffelstein am Obermain.
Aus der Glaubenswelt spiegeln religiöse Andachtsgegenstände aus den letzten Jahrhunderten eine tiefe Volksfrömmigkeit wieder. Das Wallfahrtsbild erinnert an die über 300jährige Tradition der Gößweinsteiner Wallfahrt, ausgehend vom Stadtbrand vom 5. Juli 1684. Hinterglasmalereien und Votivbilder stammen aus der hiesigen Annakapelle und aus der Adelgundiskapelle auf dem Staffelberg. Ausgestellt auch der geschnitzte Totenkopf des ehemaligen Eremiten Ivo Hennemann, der von Victor von Scheffel im Frankenlied besungen wird. Dem Dichter widmet das Museum ab Frühjahr 2010 eine eigene Abteilung.
Die Fossilienabteilung zeigt die Entwicklung seit dem Kambryium. Die Exponate stammen größtenteils aus dem hiesigen Jura. Unter den Ammoniten sind die so genannten „Goldschnecken“ in der hiesigen Gegend berühmt. Die Mineralienabteilung präsentiert hingegen die Schätze des Erdinnern, aus der Heimat und der ganzen Welt.
Die Thermalsole – ein Geschenk von Mutter Erde – wurde im Jahre 1975 erschlossen. Damals stieß man in 1600m Tiefe auf Bayerns wärmste und stärkste Thermalsole. Mit einer Temperatur von 52° C und einer 9%igen Mineralisierung übertrifft das Wasser alle Erwartungen. 1976 erfolgte der erste Badebetrieb in einem Provisorium, 1986 wird die Obermain-Therme eröffnet. Aus dem Landstädtchen Staffelstein wurde 2001 Bad Staffelstein und entwickelte sich seitdem zu einem Kleinod, das schon lange kein Geheimtipp mehr ist.









