Lichtenfels
Die deutsche Korbstadt Lichtenfels kann auf eine bewegte Geschichte zurückblicken. Eine Urkunde des Bamberger Bischofs aus dem Jahre 1142 erwähnt erstmals den Ortsnamen Lichtenfels. Dieser bezeichnete damals eine Burg, die auf einem “lichten Fels” stand.1231 veranlasst Herzog Otto I. von Andechs-Meranien, dass sein Markt Lichtenfels befestigt wird. Bewusst wählt man für die Stadtgründung einen Platz am Main, zentral an den alten Straßenzügen Frankfurt - Prag und Nürnberg - Erfurt gelegen. Der weiträumige Marktplatz, auf dem sich alle Gassen und Wege vereinigten, ist heute noch Mittelpunkt der Stadt.
Hoch über den Häusern am Marktplatz thront das im Renaissance-Stil erbaute Stadtschloss. Es wurde 1555 errichtet und wird heute für kulturelle Veranstaltungen und Tagungen genutzt.
Die
Katholische Pfarrkirche "Zu unserer lieben Frau" prägt das Bild der
Altstadt entscheidend mit. Ihr ältester Teil ist der mächtige
Fünfspitzturm, der im 14./15. Jahrhundert entstanden ist.
In
der zweiten Hälfte des 18. Jahrhundert blühte am Obermain die
Korbmacherei auf und Lichtenfels wird zum Mittelpunkt des Korbhandels.
Seitdem dreht sich hier vieles um die uralte Handwerkskunst des
Flechtens: Der größte und der kleinste Korb der Welt, die
Korbstadtkönigin, Deutschlands einzige Berufsfachschule für
Flechtwerkgestaltung, das Innovationszentrum für Marketing, Design und
Technologie.
Der einzigartige Lichtenfelser Korbmarkt ist weit über
die Grenzen Frankens hinaus bekannt und zieht alljährlich tausende von
Gästen aus ganz Europa an.









